Die Millenniums erobern den Arbeitsmarkt

Generation Y - Die Millenniums erobern den Arbeitsmarkt - SmartDocuments

Eine neue Generation erobert den Arbeitsmarkt

Die nach 1980 Geborenen – auch als „Millenniums“ bzw. „Generation Y“ bekannt – kommen verstärkt auf den Arbeitsmarkt. Allerdings haben sie ganz andere Vorstellungen vom Berufsalltag und von Zusammenarbeit. Gut ausgebildet und weltoffen wollen sie tradierte Muster aufbrechen, sich selbst verwirklichen und aktiv mitgestalten. Sie erwarten ganz neue Möglichkeiten, mit etablierten Dienstleistern wie bspw. Rechtsanwälten zu arbeiten.

Die zwischen den Jahren 1980 und 1990 Geborenen sind eine besondere Generation – und sich dessen auch sehr bewusst. Sie fordern von ihren Chefs gecoacht zu werden. Sie erwarten konstruktive Kritik, um sich selbst verbessern zu können. Sie wollen aktiv Prozesse und Strukturen mitgestalten und tun sich eher schwer damit, sich in festgefügte Teams und Prozesse einzufügen.

Damit geht einher, dass Millenniums sehr offen und direkt mit- und untereinander kommunizieren. Diese offene Art finden hingegen ältere Kollegen oft merkwürdig. Diesen wurde beigebracht, dass man einen individuellen Wettbewerbsvorteil daraus zieht, etwas für sich zu behalten. Dass ihre jungen Kollegen Informationen und Wissen munter miteinander teilen, ist für sie nicht nur neu, sondern wird als bedrohlich empfunden.

Schema F? Danke – nein!

Die Generation ist mobil aufgewachsen – demzufolge wollen laut einer Studie von Johnson Control ca. 75% der Millenniums mobil arbeiten. Passend dazu gibt es bei IBM zahlreiche Angebote: Virtuelle Teams, unternehmensweit nutzbare Chatfunktion, in der auch der CEO erreichbar ist, im Intranet verfügbare Kollaboration-Tools um gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten, Wikis, IBM interne soziale Medien u.v.m.

Wie tickt die Generation Y?

Die Generation Y lebt Multigrafien – also Zickzack-Lebensläufe – anstatt Biografien. Ein Abiturient studiert Sport, eröffnet aber nach seinem Abschluss einen eigenen Friseursalon. Eine junge Frau mit mittlerer Reife studiert über den zweiten Bildungsweg an einer Fachhochschule und wird Vorstand beim DAX-Unternehmen Lufthansa.

Unternehmen müssen sich fragen, in welchen Lebenswelten sich die Generation Y aufhält. Die bekannte Autorin und Trainerin Steffi Burkhart wird konkret: Als sie eine Gruppe junger Menschen darum bat, lokal in Köln ansässige Unternehmen zu benennen, fielen Namen wie Apple, Samsung, BMW und Starbucks. Es wurde keine einzige regionale Firma genannt, obwohl dort eine Reihe von weltweit agierenden Firmen ihren Unternehmenssitz hat.

Generation Y - Die Millenniums erobern den Arbeitsmarkt - SmartDocuments

Quelle: pwc; Insurance 2020: The digital prize – Taking customer connection to a new level sowie summ-it Unternehmensberatung

Online für Offline-Treffen verabreden

Eine Lebenswelt der Millenniums sind die sozialen Medien: „Die Generation Y stimmt sich online in einem Chatroom ab, um offline bei Starbucks einen Chai Latte zu trinken“, erklärt Burkhart. Genau hier bieten sich für Unternehmen Chancen, die genutzt werden können. Unternehmen können auf Facebook, LinkedIn, XING und Twitter Werbung für ihr Unternehmen, ihre Produkte und Dienstleistungen machen – also dort, wo sich ohnehin die meisten Millenniums herumtreiben.

Klassische Erfolgsfaktoren wie ein guter Markenauftritt, langjährige Expertise und ein guter Kundenservice sind immer noch wichtig. Aber das reicht nicht mehr, dafür sorgt die technologische Entwicklung.

Steigender Bedarf an Rechtsdokumenten

Ab dem Jahr 2017 dominiert eine neue Kundengeneration: die „Digital Natives“ – auch als „Generation Y“ bekannt. Wie in jeder Generation vor ihr, benötigen Kunden der Generation Y eine ganze Reihe von Rechtsdokumenten. Sei es, weil sie eine Familie gründen, eine Immobilie oder ein KFZ kaufen oder gleich ein Unternehmen gründen – der Bedarf an Rechtsdokumenten steigt an.

Co-Produktion von Rechtsdokumenten

Insbesondere junge Kunden wollen Rechtsdokumente digital und per Browser abschließen und in einem Web-Portal verwalten können. Am besten auch Rechtsdokumente verschiedener Anbieter. Gefragt sind Web-Portale, in denen rechtssichere Dokumente Ad-hoc erstellt, bezahlt und für die spätere Nutzung gespeichert werden können. Selbstverständlich muss die Lösung in der Lage sein, Rechtsdokumente um individuell einzugebende Informationen zu ergänzen, also zu personalisieren. Bei eventuell auftretenden Fragen soll der Anbieter dieses Rechtsdokuments direkt aus dem Portal heraus kontaktier- und ansprechbar sein.

Wer allerdings glaubt, dass regional agierende Anbieter keine Chance mehr gegen weltweit agierende Online-Unternehmen haben, liegt falsch. Grund ist der sogenannte Ropo-Trend („Research Online and Purchase Offline“) zeigt, dass die Generation Y zwar oftmals online sucht, aber offline Beratung sucht. Gefragt sind also hybride Modelle – die geschickte Vernetzung zwischen Online- und Offline-Angeboten.

Fazit und Ausblick

Wer es schafft, die Online- und Offline-Erlebniswelten geschickt zu kombinieren, zieht sehr wohl neue Kunden an. Insbesondere Kunden der Generation Y. Moderne und innovative Anwaltskanzleien nutzen diesen hybriden Ansatz, um das eigene, „klassische“ Beratungs- und Dienstleistungsportfolio auszudehnen und adressieren potenzielle Kunden dort, wo diese nach Lösungen suchen: im Web.